Der Weg des Wassers in Freiburg
Ein Wassererlebnispfad im Freiburger Osten
finanziert durch Freiburger Energie- und Wasserversorgungs AG (10 Tafeln, Gewässerbiol. Untersuchungsstation, Wasserspielplatz) und Gewässerdirektion Südlicher Oberrhein/Hochrhein, Bereich Waldshut-Tiengen (1 Tafel)
Warum ein Wasserweg?
Die Mehrheit der Bevölkerung setzt selbstverständlich vorraus, jederzeit Trinkwasser in beliebiger Menge zur Verfügung zu haben. Bewusstsein wecken, Hintergründe aufdecken und Zusammenhänge erklären, sind für die Badenova AG und die Gewässerdirektion die hauptsächlichen Gründe gewesen, ihre bisherige Öffentlichkeitsarbeit um den Freiburger Wasserweg zu erweitern. Sie möchten die Leute da erreichen, wo sie (bei einem Spaziergang am Wasser) für die Schönheit der Natur und natürlich besonders des Wassers zugänglich und aufnahmebereit sind. Dabei wollten sie sich nicht auf die üblichen Aussagen beschränken, sondern auch weniger bekannte Aspekte oder Zusammenhänge mit einbeziehen; nicht ermahnen, sondern begeistern. Da wir hier in Freiburg eine für Umweltfragen aufgeschlossene Bevölkerung haben, war man sich sicher, dass das gelingen wird.
Lage und Umfang:
Am östlichen Stadtrand von Freiburg, im Stadtteil Ebnet. Der Weg führt als Rundweg über 2 km entlang der Dreisam. Etwa auf halbem Weg befindet sich der Zugang zum Wasserwerk Ebnet der FEW. Der Beginn des Weges ist ca. 10 min. Fußweg von der Endhaltestelle der Linie 1 entfernt. Der Wasserweg besteht aus 10 Infotafeln, einem Wasserspielplatz und einer gewässerbiologischen Untersuchungsstation. Und natürlich aus dem Fluss, an dessen Ufer er entlang führt.
Inhalte der Tafeln:
- Wieviel Wasser braucht der Mensch?
- Faszination Wasser
- Woher kommt unser Trinkwasser?
- Vom Grundwasser zum Leitungswasser
- Die Dreisam als Lebensraum
- Wasserschutzgebiet Dreisamtal
- Ein Teppich zum Schutz des Grundwassers
- Gewässerentwicklung an der Dreisam
- 700 Jahre Deicheln in Freiburg
- Der globale Kreislauf des Wassers
Zielgruppen:
Schulklassen auf dem Weg ins Wasserwerk, Schulklassen, die das Wasserwerk nicht besuchen möchten, z.B. im Rahmen eines Ausflugs, Spaziergänger, und andere Gruppen mit unterschiedlichem Anspruchsniveau.
Gestalterische Umsetzung:
Zwei Robinienholzstangen, die ein Kopfschild aus Edelstahl und die 90 × 100 cm großen Tafeln tragen. Die Tafeln sind gestaltet in Aquarelltechnik im Stil von Kinderbuch-Illustrationen, sehr ansprechende warme Bilder, aufgelockert mit einzelnen Fotos, alten Plänen oder Grafiken. Wenig Text soll die Bilder erläutern, die zum großen Teil schon für sich sprechen.
Beim Anspruchsniveau hat man sich an Grundschulklassen orientiert. Ein 9- jähriges Kind soll mit Erläuterungen durch einen Erwachsenen die Bilder verstehen können. Einem Spaziergänger ohne fachliches Vorwissen kommt eine solche Darstellung sicherlich auch entgegen.
Beim Wasserspielplatz handelt es sich um einen bestehenden städtischen Spielplatz, der umgebaut wird. Dabei wird dort auf einem Hügel eine Wippe installiert, die durch die Wippbewegung Grundwasser fördert. Das Wasser fließt durch zwei Rinnen und ein Wasserrad in eine Sandfläche, wo es zum Spielen und Matschen benutzt werden kann. Die Fertigstellung des Spielplatzes ist für den Frühsommer 2001 geplant. Bei der Station für gewässerbiologische Untersuchungen kann man in einer Untersuchungsschale Kleinstlebewesen, die man in der Dreisam gesammelt hat, mit der nebenstehenden Bestimmungstafel identifizieren.
Broschüre zum Wasserweg
Für die Vorbereitung steht eine Broschüre mit ergänzenden und erklärenden Texten zur Verfügung, die bei der FEW bzw. BADENOVA AG bezogen werden kann:
FEW / BADENOWA AG, Tullastr. 61, 79108 Freiburg
Offenes Konzept: – Ein Anfang ist gemacht!
Da das Thema Wasser mit den Tafeln natürlich noch nicht ausgeschöpft ist, wünschen wir uns, dass das System der Infotafeln auch noch weitere Interessenten findet, die ihre Inhalte auf diese Art darstellen wollen. Den Anfang hat die Gewässerdirektion Waldshut gemacht, die die Gewässerentwicklung der Dreisam dargestellt hat. Denkbar sind auch Tafeln im weiteren Stadtgebiet z.B. zum Gewerbekanal mit seiner Wasserkraftnutzung oder zu den Brunnen in der Stadt, zum Rieselfeld oder oder oder…